Mittwoch, 9. Mai 2018

Rezension "FAAR: Blinde Wächter (Das versinkende Königreich: Band 2)" von Christian Günther

In aller Kürze
Story: Unsere wohlbekannten Freunde machen sich auf, den verschwundenen Kartografen zu suchen und stellen sich dabei auch ihren eigenen Schicksalen.
Spannung: sukzessiver Aufbau
Charaktere: lebendig
Schreibstil: dicht
‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Wie schon beim ersten Band, ist der Leser sofort im Geschehen drin. Kein großes Geschwafel, sondern es geht umgehend ans Eingemachte.
Wer Angst hat, dass er vom ersten Band wichtige Sachen vergessen hat, kann beruhigt werden. Die wesentlichen Punkte werden in Gesprächen, Gedanken und kurzen Abrissen flott wieder aufgefrischt. Damit ist das Gesamtbild vorhanden und die Handlung schreitet voran.
So wird auch die Spannung sukzessive und verdammt subtil in die Höhe getrieben und ich merkte häufig erst, wie gespannt ich im eBook hing, wenn meine Haltestelle kam. Ich wäre gern weitergefahren, um zu erfahren, wie es weitergeht und wie die Figuren mit ihren Aufgaben, die der Autor für sie ersonnen hat, umgehen.
Der Schreibstil Günthers ist dicht. Er schwafelt nicht lange herum, er kommt zum Punkt und wenn er beschreibt, dann hat das seinen Sinn. Sei es, um Stimmungen zu unterstreichen, Figuren prägnanter zu skizzieren oder Szenen lebendiger in den Kopf zu pflanzen. Bei mir hat das gewirkt und mein Kopfkino lief auf Hochtouren. Ich floh mit Hyron und Syuk nach Kath. Kämpfte mit Gor. Grübelte mit Alix über ihre Gabe und durchlebte Harmis‘ Entzugserscheinungen.
Damit könnt ihr euch auch denken, dass die Figuren lebendig präsentiert werden und mir trotz ihrer doch teilweise seltsamen Art ans Herz gewachsen sind. Jeder Charakter besitzt seine Ecken und Kanten und dies brachte sie mir nur noch näher.
Ja, man muss die Novelle „Herr der Wälder“ nicht gelesen haben, aber ich finde, sie rundet den 2. Teil super ab.
Ich halte mich jetzt mal an den Schreibstil Günthers und höre auf zu schwafeln, klare 5 Wächter-Sterne.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Schatten liegt über Alaris.
Die Bedrohung durch die Meermenschen ist abgewendet, doch zu welchem Preis? Immer mehr Menschen tragen das Mal des Ozeans. Die Bruderschaft greift eisern durch, verwandelt die Hauptstadt in ein Schlachthaus.
Hyron und Syuk fliehen ins verkommene Kath und suchen ihre neue Freiheit zwischen Kampfgruben, alten Tempeln und vergangenen Liebschaften.
Währenddessen richtet Gor ein Gemetzel an und zieht den Zorn der Bruderschaft auf sich. Alix hadert mit ihrer neu entdeckten Gabe, Harmis müht sich, dem Bann des Schwarzblattes zu entrinnen.
Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Cormar, dem verschwundenen Kartografen. Ihr Weg führt sie über den Weltenbruch hinaus bis an den Rand des Nirgendwo. Ins Reich der Blinden Wächter.